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Pressenotiz vom 16. September 2002.
Celle/Wels. Bei der Wiedereröffnung des letzten im Original erhaltenen Kaiser-Panoramas
im oberösterreichischen Wels, wo dieses von 1903 bis 1954 gestanden hatte,
waren die Mitglieder der Familie Hälbig aus Celle als Nachkommen früherer Betreiber
einer dieser frühen 3-D- Bildvorführmaschinen gefragte Gäste.
Zusammen mit dem Bürgermeister der 60.000-Einwohner-Stadt Dr. Peter Koits und
dem oberösterreichischen Landesrat Dr. Walter Aichinger eröffnete Karsten Hälbig als
Vorsitzender des Fördervereines für Kaiser-Panoramen die Ausstellung des restaurierten Gerätes,
auf die zahlreiche Welser Bürger einige Jahre gewartet und dafür fleißig Geld gesammelt hatten.
Das Kaiser-Panorama Wels galt seit seiner Stillegung 1954 lange Zeit verschollen und wurde
erst im Jahr 1994 von Mitgliedern des von Celle aus europaweit tätigen
Fördervereins für Kaiser-Panoramen entdeckt.
Dem heutigen Leiter des Bundesfilmarchivs in Wien, Mag. Ernst Kieninger und seiner Frau Doris
gelang über die Entdeckung hinaus, die notwendigen Mittel für die Restaurierung des 25 Sitzplätze
umfassenden Gerätes zusammen zu bekommen und das Gerät als Vorläufer der filmischen Wochenschau
1995 zunächst in Wien und später an wechselnden Standorten in Österreich mit großem Erfolg auszustellen.
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Das Welser Kaiser-Panoramagerät nach seiner Restaurierung im Jahre 1995. |
Als die Stadt Wels Aktivitäten entwickelte, das begehrte Gerät als Attraktion in die Stadt zurückzuholen,
begannen zunächst schwierige Verhandlungen, die in den Kompromiss mündeten, dass die Stadt Wels
sich um die Finanzierung einer Rekonstruktion für das Medienmuseum in Wien bemüht, um im Austausch
das Original zurück zu erhalten. Dieser Kompromiss konnte dank der Hilfe des Landes Oberösterreich und
zahlreicher privater Spender eingelöst werden.
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Das Kaiser-Panorama Wels nach Eröffnung in den neuen Räumen in Wels, Pollheimer Straße 17 |
Das rekonstruierte Schwestergerät gleicht dem Original fast bis auf die letzte Schraube und steht bereits im
Schloss Laxenburg bei Wien.
Die Rekonstruktion scheint dem Vernehmen nach gut gelungen, berichtete Hälbig nach seiner Rückkehr
aus Wels und gab sich überzeugt, dass man von der Kompetenz der österreichischen Rekonstrukteure
auch für andere rekonstruierte Geräte werde profitieren können. Zum Beispiel habe man jetzt eine Lösung für
die Beschaffung der bis dahin nicht mehr erhältlichen gläsernen Atemschutzplatten gefunden, so Hälbig.
Diese Platten seien aus hygienischen Gründen vor jedem Betrachterplatz angebracht gewesen und gehörten
zur typischen Ansicht eines Kaiser-Panoramas.
Und noch eine weitere Idee sei in Wels geboren worden. Man beabsichtige, zwischen den europaweit 20 Stellen,
die noch über Geräte und teilweise auch Bildmaterial verfügen, wieder eine Ringleihe aufleben zu lassen,
wodurch eine ständige Fluktuation, auch modernen Bildmaterials, wie 3-D-Aufnahmen von der Expo Hannover,
aus Kunst und Kultur und von Fernreisen, etwa nach Äthiopien, gewährleistet ist. Dadurch könne es laut Hälbig gelingen,
die relativ kleine Familie der Betreiber historischer Kaiser-Panoramen und deren gemeinnützige Vorführungen weiter zu stärken.
Celle als Vereinssitz werde dabei eine nicht unbedeutende Rolle in diesem europäischen Verbund zufallen.
Einen ersten Vorgeschmack biete der im Oktober 2003 in der Congress-Union stattfindende Jubiläumskongress der
Deutschen Gesellschaft für Stereoskopie, die in diesem Rahmen ihr 75jähriges Bestehen feiert und zu dem
mehr als 300 auswärtige Gäste erwartet werden.
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Sie halten die Erinnerung an das Kaiser-Panorama ihrer Vorfahren wach. Auch bei der Eröffnung in Wels waren sie mit dabei und stimmten auf eine dreidimensionale Zeitreise an den Beginn des vorigen Jahrhunderts ein. Familie Hälbig aus Celle. |
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1. Vorsitzender: Karsten Hälbig, 29223 Celle Tel .05141 34520 |
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Diese Seite wird aufgebaut von Lutz Biesterfeld, Celle. Weitere Inhalte sind in Arbeit. Fragen zum Verein und zur Stereofotografie bitte an den Vorsitzenden (s.o.). Für Anregungen und Vorschläge gibt es demnächst ein Feedbackformular. Stand: 07.10.2002 |
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